Donnerstag, 16. Dezember 2010

Die Nachtwanderer in Tromsø

Seit dem 27. November sind meine Prüfungen vorbei und da ich nicht drei Wochen einfach rumsitzen wollte, haben wir (Dennis, Tristan, Alva, Nikki und ich) einen Trip nach Tromsø geplant. Um dorthin zu gelangen muss man zuerst mal den Weg nach Oslo zurücklegen (das sind gemäss google maps schon über 300 km oder etwas mehr als 5 Stunden mit dem Zug), dann weiter mit dem Flugzeug. Insgesamt legt man rund 1900 km zurück (oder alles in allem ca. 10 Stunden), denn Tromsø liegt rund 350 km nördlich vom Polarkreis.



Am Montag, dem 6. Dezember, hiess es also packen, denn wir fuhren am Dienstagmorgen um 2.15 vom Kristiansander Bahnhof los. Um die Zeit zu überbrücken und noch ein letztes Mal mit Lianne und William zu feiern (beide haben Kristiansand am MI, als wir in Tromsø waren, verlassen), sind wir alle ins Leopold um zu feiern. Es war noch mal richtig spassig und es wurden wiederum hits zum besten gegeben.



Allerdings wurde die Partystimmung und meine Vorfreude auf die Reise etwas getrübt von der Tatsache, dass ich mich verabschieden musste. Lianne hat geweint, ich hab geweint und sogar dem Tristan sind ein paar Tränen die Wangen runtergekullert. Aber das war noch nichts im Vergleich zu der Verabschiedung mit William. Ein wirklich trauriger Moment...


Die Vorfreude auf Tromsø hat sich am Dienstagmittag dann aber bestätigt, als wir nach einer langen Reise endlich agekommen sind. Wir waren alle müde, da Schlafen im overnight Zug nicht so komfortabel ist und dass die Sonne in Tromsø am Mittag schon wieder langsam unterging, hat nicht wirklich geholfen. Im Allgemeinen haben wir die Sonne nicht häufig gesehen in den vier Tagen Tromsø, aber das wars Wert!

Das ABC Hotel im Tromsø ist sehr empfehlenswert. Ein kleines Hotel, sehr liebevoll eingerichtet (es war alles weihnachtlich dekoriert), direkt im Zentrum auf einer Überhöhung (somit wundervolle Aussicht). In der Küche konnten wir selbst kochen (Geld sparen) und die Nasszellen wurden geteilt (ebenfalls Geld sparen). Nach dem Einchecken im Hotel zuerst Mal was zu essen gesucht. Pizza Buffet bei Egon für 99 NOK gefunden und die Bäuche vollgeschlagen. Kurze Stadttour (Tromsø's Zentrum ist relaiv klein) und dann Nickerchen. Alva und ich wollten nachdem von den Männern gekochten Znacht eigentlich wieder aufs Zimmer und uns ausruhen.
Zum Glück hat uns ein Franzose, der auch in unserem Hotel wohnte und sich mit der Aurora auskennt, darüber informiert, dass es eine total gute Nacht sei um die Polarlichter zu sehen. Also, nix da mit schlafen, sondern warm anziehen, und aus der Stadt raus. Eine gute Dreiviertelstunde sind wir zu Fuss bis an die Küste gegangen. Begleitet von Joanna, Theresa und Camille (plus deren Couchsurfing Hosts), die auch in Tromsø waren. Es war wirklich kalt (also nicht so kalt wie es in Kristiansand war, also "nur" etwa -5°C statt -11°C) aber wir wurden für unsere Geduld und die kalten Füsse belohnt: Zuerst nur eine "etwas komisch aussehende Wolke", dann immer grüner und schlussendlich ganz klar AURORA BOREALIS. Wir waren alle ganz aus dem Häuschen (auch wenn es nicht ganz so grün und leuchtend war, wie auf den Fotos). Wir haben uns gefreut und haben uns nach einer halben Stunde staunen wieder zurück zum Hotel gemacht.

Auch der Rest unserer Tage in Tromsø war toll. Wir haben ausgeschlafen, uns das Städchen angesehen, Museen besucht, Souvenirs gekauft, gegessen, getrunken und ganz viel Uno gespielt.


Aussicht von der Brücke, die zur Kirche führt (ca. 15 Min. muss man auf dieser engen Brücke gehen und der Verkehr ist nicht undicht, ergo: laut. Aber schön.)

Kirche Hafen

Weihnachtsbeleuchtung mit Herzen
Mack. Bier von der nördlichsten Brauerei.


The Crew (was von der Roligheden Crew übrig geblieben ist) "normal" und als Piraten.

unsere neuen Freunde: Stian (grosser Elch), Vetle (kleiner Elch) und Knut der Hund.

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