Am Donnerstagabend, wie immer, natürlich Harvey's. Wir mussten ja fast gehen, weil der Dennis hat zwei Freundinnen auf Besuch und die mussten wir natürlich einweihen in unsere all wöchentlichen Abenteuer mit 2 für 1 Bier. Darum gabs am Nachmittag auch Apéro (Walliserplättli) bei Dennis, mit lecker moose and elg saussages (wir wissen eben nie, was jetzt genau was ist auf Deutsch...), Tilsitter, gutem Brot und Weisswein. Njam. Dann: Nickerchen. Hab die ganze Woche nie wirklich gut geschlafen, da Hustenanfall in the middle of the night und so. Nicht schön. Um 20 Uhr wieder bei Dennis quatschen und trinken, dann ab ins Harvey's. Lustig wars, wie immer.
In dieser Nacht ist was schrääges passiert: um ca. 5 Uhr - nach 2 Stunden Schlaf - hat es an meiner Tür geläutet. War nicht sicher, ob ich das nur geträumt hatte... da hats noch mal geläutet. Die Tür aufmachen wollte ich nicht und als ich aus dem Fenster schaute, war niemand vor dem Haupteingang (das Läuti innen und aussen tönen eben gleich, da weiss man nie so genau....). Am nächsten Morgen an der Uni dann, hab ich erfahren, dass einigen anderen bei uns in Roligheden genau das gleiche widerfahren ist. Zwei mal hats geläutet, mit einem Zeitabstand von vielleicht einer Minute. Die eine Austauschstudentin hat dann erzählt, dass irgendjemand von ihrem Trakt die Tür aufgemacht hätte und dann sei ein total besoffener Norweger reingestürmt und hätte bei ihr wie ein Irrer an die Tür geklopft, Stühle im Gang umhergeschmiessen und so Sachen. Crazy. Und wir haben zuerst gedacht, dass Dennis und Tristan sich einen Spass gemacht hätten. Sorry für die falsche Beschuldigung!
Am Freitag war es dann so weit: die grosse Nacht des Schreckens....
Angefangen hat alles unschrecklich: Tristan (unser Lieblingsfranzose) hat uns zum Essen eingeladen. Das war seine Menubeschreibung:
"You are kindly invited to taste some French food tonight, in the Blokk B Kitchen, or Jasmin kitchen at 6:30.
The menu for you will be:
Amuse:
French “Saucisson”.
Appetizer:
Homemade “Foie Gras” on its toast.
Main:
French “Quiche”, filled with ham and cheese.
Desert:
Selection of French cheeses: “Brebis fermier d’Espelette” - South-West
“Tomme des Vosges” - East"
Und ich sage euch, das war vielleicht lecker! Ich mag gerne Wurst. Die "Fette Leber aka Foie Gras" sah zwar total eklig aus, war aber echt lecker. Hausgemacht von Tristans Mutter. Dies sei eine Delikatesse und sehr teuer, haben wir uns sagen lassen. Den Quiche hat Tristan selbst gemacht, mit Kerstins Hilfe. Der hat auch super geschmeckt. Und der Käse erst.... mmmmh, ich will noch mehr!
Auf jeden Fall haben wir dann mal aufgeräumt, unsere Utensilien zusammengesucht, die wir an Nachmittag gekauft hatten (wir sind zum Shalam gegangen, das ist ein Second Hand Laden, wo alle Kleider nach "toter Grossmutter" riechen, wie die Kerstin so schön gesagt hat) und sind zu Kerstin und Dominik ins Zimmer gegangen. Die Verwandlung in Zombies war sooo witzig! Ich will das wieder Mal tun, einfach so. Wer ist dabei???
Dennis & William - Amnesty International wants your BRAAAIN! Und ein bisschen gay muss auch noch sein...
Nikki & her Zombie-Santa-Baby called Franklin
Kerstin aka best zombie ever & Tristan aka Super Jew zombie
me & Dominik want more BRAAAAAIN!
Sandra longing for BRAAAAIN on the way to østsiaZombifiziert haben wir uns dann auf den Weg zum østsia gemacht (das Pub an der Uni). Dennis und ich hatten echt Glück, beinahe hätten wir uns eine saftige Busse wegen öffentlichen Alkoholkonsums eingefangen... Wie ihr vielleicht noch wisst, ist Alkohol trinken auf der Strasse in Norwege strengstens verboten. Der Polizeiwagen hat angehalten und uns her zittiert und uns die Leviten gelesen. Ich glaub der Ausländerbonus hat uns gerettet. Ich hab mein Bier schnell in meine Tasche verschwinden lassen, Dennis seins unterm T-Shirt und sobald er weg war, haben wir weiter getrunken - skål!
Vor dem østsia haben wir unsere Jacken ausgezogen, das "Blut" aka Ketchup hervorgenommen und die Schlacht konnte beginnen! Da wir alle schon ziemlich angesäuselt waren, fanden wir es echt witzig und gegenseitig mit Zombieblut einzusauen. Ich muss sagen, es war wirklich witzig! Wann kann man sowas denn sonst machen?
Als vereinte Zombie Crew haben wir den Laden aufgemischt. Alle sind uns aus dem Weg gegangen. Allerdings nicht, weil wir ihre BRAAAAINS aufessen wollten, sondern weil wir alle tootal eklig nach Ketchup gestunken hatten. Haha. Ich fands lustig Leute zu umarmen und sie mit Ketchu einzusauen. Und ich fands auch lustig, dass wir Zombies den Dancefloor erobert haben, weil niemand in unserer Nähe sein wollte. Aber hey, wir waren unsere eigene Party, sozusagen.
Wir haben getanzt wie die Wilden. Mein Rücken spür ich heute noch ein wenig... Muskelkater. Wir haben uns am Samstag alle so gefühlt, wie wir am Freitagabend ausgesehen haben: Tot. Hat sich aber allemal gelohnt!
Trotzdem konnten wir gestern Nacht nicht ruhen: Patricia, Roger und Manuel von der PHZ sind in Kristiansand angekommen. Sie bleiben hier für eine Woche, ein Projekt wegen ihrer Masterarbeit. Also haben wir sozusagen eine Zombie Reunion in meiner Küche gemacht und sind nachher noch auf ein (teures) Bier in die Stadt gefahren. 10 NOK-Cheeseburger im Mc gekrallt und dann wieder zurück nach Roligheden - auf Schlange stehen hatten wir keinen Bock.
Ja, es war ein gutes Wochenende. Ich freu mich schon aufs nächste: Bravo-Hits-90ies-Party bei uns in Roligheden!
Zuerst muss ich jetzt aber noch ein bisschen für mein Assignment arbeiten. Und dann wird morgen Abend zuerst Mal Rogers Geburi gefeiert. Und am Donnerstag müssen die drei dann wiederum in 2 für 1 @ Harvey's eingeführt werden...
Ich halt euch auf dem Laufenden...
Liebste Grüsse aus der Ferne
ps: more zombie pictures coming soon...
Super Blog von Kerstin & Dominik:
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