9. bis 11. Oktober 2010 Am Freitagabend, 8. Oktober, habe ich Dennis ältere Geschwister Kevin und Jane kennen gelernt (ich hab Dennis bestimmt schon Mal erwähnt, irgendwo, irgendwann... er studiert mit mir an der PHZ, ist aus Sursee, 22 Jahre alt - nein, das wird keine Kontaktanzeige... - und wir hängen ziemlich viel zusammen rum hier. Das ist schön, denn dann hab ich jemanden zurück in der Schweiz mit dem ich Erinnerungen austauschen kann). Die beiden haben in Oslo ein Auto gemietet, mit dem wir dann am Samstagmorgen um 9 in Richtung Stavanger losgedüst sind. Wir haben einige Zwischenstopps gemacht, um Fotos zu knipsen (leider existieren von diesem Tag mit meiner Kamera keine Bilder, mein Akku war leer). Unter anderem haben wir uns auch den südlichsten Punkt von Norwegen, dem Kap Lindesnes. Da wir noch vor den offiziellen Öffnungszeiten der Museen da waren, haben wir uns an der Schranke vorbeigeschlichen und uns die schöne Aussicht gratis angesehen. Es war ein wunderschöner, sonniger Tag und die Aussicht war wirklich traumhaft. Allerdings hat es total gewindet und man musste schon etwas aufpassen, vor allem, wenn man klein ist...
Zurück auf der Strasse haben wir alle etwas Hunger und Durst gekriegt, also haben wir einfach im nächsten kleinen Kaff angehalten und uns verpflegt. Gestärkt fuhren wir weiter und dann war schon das erste Mal Verwirrung angesagt. Eine Umleitung führte uns irgendwo ins Hinterland. Die Aussicht war zwar schön, aber die kurvigen Strassen scheinen nichts für meinen Magen zu sein. Mir wurde so übel, dass ich beschloss, einfach zu schlafen. (Ich weiss nicht, was los ist mit mir, früher hatte ich kein Problem mit motion sickness... ich werde glaub ich alt und verweichlicht, ach.). Ach ja, Umleitungen in Norwegen scheinen schon witzig zu sein. Wir musstein einen Umweg von 1h in Kauf nehmen. Davon hab ich zwar nicht so viel mitgekriegt, da ich ja geschlafen habe, aber Dennis hat sich ziemlich genervt. Hihi. Nachdem wir wieder auf dem richtigen, vorgesehenen Weg waren, haben wir erste Mal Mittagspause gemacht - Picknick in der Sonne.
Dann weiter Richtung Stavanger. Ich mag Autofahren, besonders bei schönem Wetter, einfach aus dem Fenster gucken und Landschaften betrachten, die an einem vorbeiziehen (sogar mit Kühen! Ich war total aus dem Häuschen - endlich sah ich Kühe, nach 8 langen Wochen, ich hab sie schon soo vermisst!). In Stavanger angekommen sind wir als erstes zum Aussichtspunkt gefahren, welcher in Jane's Reiseführer angegeben war. Die Aussicht von da oben war wirklich schön. Trotzdem wollte ich mir die Stadt lieber von der Nähe anschauen. Also weiter zum Hostel. Die richtige Strasse zu finden war einfach, auch in die Nähe der richtigen Hausnummer sind wir problemlos gekommen. Aber dann: ein riesiges Spitalareal, aber kein Hostel. Wir sind zu Fuss herumgewandert, haben mehrere Leute angequatscht, aber keiner konnte uns weiterhelfen. Komisch. Endlich haben wir ein paar Bauarbeiter (oder so) getroffen, die uns weiterhelfen konnten. "Das Hostel ist im Spitalgebäude drin, ihr müsst zum Haupteingang" - wie bitte? IM Spital? - Nein, wir hatten uns nicht verhört, das Hostel war tatsächlich IM Spital drin. W-E-I-R-D! Da kommt man also in den Spital rein, wo auch all die Kranken reingehen und läuft einfach links zur Reception, checkt ein und nimmt den selben Lift, den all die Kranken nehmen. Glücklicherweise hat es da drin nicht nach Spital gerochen, sonst weiss ich ja nicht... Fand die Ambience an und für sich schon seltsam. Ich komme mir nicht gerne krank vor und ich mag Spitäler nicht. However. Die Zimmer waren schön. Aber die Spitalatmosphäre war nicht zu übersehen - Alarmglocken neben dem Bett, neben dem Klo... ich bin NICHT KRANK! Wenigstens war alles neu und schön und sauber. Dafür haben wir aber auch genug bezahlt (ca. 50 Franken pro Nacht! Und die wollten uns zuerst zu viert in ein Zimmer quetschen, mit aufstellbaren Betten. Da sie dies aber noch nicht gemacht hatten, als wir angekommen sind, haben wir zwei Zimmer gekriegt für den selben Preis - juhuu! ...die Betten hatten wir am 2. Tag in unserem Zimmer, Kevin und Dennis sind in ihr Zimmer nicht mehr reingekommen - die sind lustig, die Stavangeraner (oder so). Hat sich dann zum Glück aber alles geregelt und Jane und ich konnten zwischen vier Betten auswählen in dieser Nacht...).
Besichtigung Stavanger. Da die Umfahrung so lange gedauert hat und es ein Samstag war, waren leider alle Läden schon zu. Die Stadt zu besichtigen war trotzdem schön, Stavanger hat mir soweit gut gefallen, hat auf jeden Fall mer Charme als Kristiansand, aber das ist auch nicht soo schwierig (und Stavanger ist auch mehr als doppelt so gross). Hier ein "Zückerli" von OldStavanger; diesen Teil wollten sie abreissen:

Gegessen haben wir in einem Thai Restaurant, welches gar nicht so teuer war. Das Essen war yummy.
Am nächsten Morgen: Frühstücksbuffet um 8 Uhr mit Kranken und Neugeborenen. Speziell. Aber das Buffet war super (ausser, dass sie keine Ovi/Schoggi hatten und das Joghurt nach nichts geschmeckt hat - aber ich bin auch ein Motzi und finde immer etwas, wie ihr ja wisst...). Wir haben uns mit Proviant, Getränken und guten Kleidern eingedeckt und sind zum Preikestolen am Lysefjord gefahren (guckst du hier: Preikestolen, Lysefjord).
Wiederum lag ein strahlend schöner Tag vor uns. Wie ihr wisst, bin ich nicht unsportlich, aber so der Kletterer bin ich halt nicht. War aber eine super Erfahrung, dieser Aufstieg. 400 Höhenmeter haben wir zurückgelegt. Angegeben wird, dass der Aufstieg 2 Stunden dauert (also ja, es ist nicht eine schwierige Strecke, man braucht einfach gute Schuhe und muss Acht geben, wo man hintritt, denn es ist sehr steinig), wir haben 1h 20 Minuten gebraucht. Ich war stolz. Und verschwitzt. Man muss dazu auch noch sagen, dass Dennis wenns ums Bergsteigen geht, ziemlich was drauf hat - am Mittwoch nach diesem Wochenende hat die Studiorganisation ESN einen Ausflug dahin geplant und Dennis ist in 37 Minuten da hoch GERANNT. Crazy.
Die Aussicht von der Plattform aus war atemberaubend. Also haben wir die Aussicht genossen - die einen mehr, die anderen weniger - und Zmittag gegessen.
The Richmonds, me at Peak
Der Abstieg war nicht so leicht, wie ich gehofft hatte. Man denkt ja immer, wenn man einmal oben ist, ist alles geschafft - denkste! Das hat total Konzentration und Kraft in den Beinen gebraucht da wieder runterzukragseln. Ich war also nicht unfroh, als wir wieder am Fuss des Berges angelangt waren. Es war eine gute Müdigkeit (gäll Nadine).
Da es erst 2 Uhr nachmittags war, wollten wir noch nicht zurück nach Stavanger und haben uns entschlossen, den grössten Steinbruch Nordeuropas anzusehen. War nicht spektakulär. Am Fusse dieses Steinbruchs gabs ein Restaurant, wo ich eine heisse Schoggi getrunken habe. Im Tourishop neben dem Restaurant hab ich dann ein Paar Gschänkli eingekauft und für mich eine warme Winterkappe. Da es jetzt hier ja schon Winter ist, kann ich die gut brauchen (ist schon chli kalt amig ufem Velo). An diesem Abend haben wir im Hotelrestaurant gegessen. War gut, einfach teuer. Und geschlafen hab ich dann wirklich gut in dieser Nacht.
Am nächsten Tag wieder um 7.30 Uhr Tagwach, Packen, Frühstück, Losfahren. Wir haben Zwischenhalt gemacht bei einem wirklich schönen Strand. (Tut mir sorry, hab mir die Namen von diesen Orten nicht gemerkt, aber ist auch nur semi-important, da es ganz kleine Orte sind, de man eh nicht kennt, glaub ich). Leider war das Wetter an diesem Tag grau.
Auf dem Rückweg konnten wir die einstündige Umfahrung umgehen (es hat sich herausgestellt, dass diese nur an den Wochenenden "aktiv" war). Wir haben an zwei anderen Örtli noch angehalten, da gabs aber nicht so viel zu sehen. Und natürlich haben wir noch irgendwo leckere Burger zum Zmittag verdrückt. Zurück in Kristiansand waren wir um ca. 16.00 Uhr und die Sonne hat uns begrüsst.
Und weils so schön war, hier die Kühe:
Es war ein super Trip mit super Leuten - ein "Dankeschön" an die Richmonds!
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